Sie sind nicht angemeldet
Anmelden
Registrierung
Verwaltung der Stammbäume
#
Familienstammbaum
Quelle
Sprachen
Einzelpersonen
Zuletzt aktualisiert
Aktionen
Familienstammbaum Martin Trautz
FTBDeutsch92116. Jul. 2014 16:02
- Anzeigen
Übersicht
Über unseren Stammbaum
Willkommen bei unserem Familienstammbaum!

Mein Name ist Martin Trautz und ich bin der Webmaster dieser Familienseite.
Meine Ahnenforschung konzentriert sich auf die folgenden Familien: Trautz, Trümner, Schmitz, Lengemann, Ruetz, Feldkamp.
Wenn Sie Informationen zur Familiengeschichte beitragen oder Ihr Feedback senden möchten, kontaktieren Sie mich hier.
Sie sind auch eingeladen, ins Gästebuch zu schreiben. Vielen Dank für Ihren Besuch!
Diese Familienseite wurde mit MyHeritage.de erstellt. Das ist ein großartiges System, das jeder zur Erstellung einer Familien- oder Genealogie-Seite nutzen kann. Um mehr über seine Verwendung zur Erstellung Ihrer eigenen Seite zu erfahren, klicken Sie hier.
Über unsere Familie

Die Ahnenreihe der   T R A U T Z   von   W e i ß e n s t e i n   (soweit die Taufbücher zurückreichen) setzt sich nahezu ausnahmslos aus den Schultheißen der Orte Weißenstein und Dillstein zusammen.

Was aber genau war eigentlich ein 

Schultheiß?

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Schultheiß oder Schuldheiß (von althochdeutsch: sculdheizo = "Leistung Befehlender", latinisiert (mlat.): scultetus oder sculteus) bezeichnete einen in vielen westgermanischen Rechten auftretenden Beamten, „der Schuld heischt“, das heißt der im Auftrag eines Herren (Landesherrn, Stadtherrn, Grundherrn) die Mitglieder einer Gemeinde zur Leistung ihrer Schuldigkeit anzuhalten hat, also Abgaben einzieht oder für die Einhaltung anderer Verpflichtungen Sorge zu tragen hat. Sprachliche Varianten des Schultheißes sind Schulte, Schultes oder Schulze. Früher wurde zwischen dem Stadtschulzen und dem Dorfschulzen unterschieden. In der städtischen Gerichts- und Gemeindeverfassung war er ein vom städtischen Rat oder vom Landesherren Beauftragter zur Ausübung der Verwaltungshoheit und Rechtspflege.

Der Schultheiß war meist auch Richter der niederen Gerichtsbarkeit. Im friesischen und fränkischen Recht war er ein Hilfsbeamter der Grafen, betraut mit der Einziehung von Geldern und der Vollstreckung von Urteilen, meist auch Hundertschaftsführer. Gleichartige oder ähnliche Amtsstellungen waren Amtmann, Fronbote, Meier, Vikar, Villicus, Vogt (in alphabetischer, nicht zeitlicher Reihenfolge).

Im Französischen entspricht dem Schultheiß der Maire, im Englischen der Bailiff oder Mayor.

----------------------------------------------------------------------------------Ende Wikipedia

Allerdings war das Amt des "Schultheiß" offensichtlich keines, von dem man seinen Lebensunterhalt bestreiten konnte. Wie anders ist es zu erklären, dass diese Männer neben ihrem Amt noch Flößer, teilweise sogar "Floßherren" gewesen sind? Manche waren auch "Anker-Wirte", also Betreiber des "Goldenen Anker" in Weißenstein, der 1722 von Johann Christoph Trautz erbaut wurde. Mit dem beginnenden Niedergang der Flößerei kommt auch die Berufsbezeichnung "Bijoutier" (= Schmuckhersteller) häufiger vor.

Die Liste unserer hochverdienten Ahnen beginnt also mit Hans Jerg Trautz (1599 - 1684), seines Zeichens Schultheiß von Weißenstein und Dillstein.

Seinem Sohn, Hans Georg (Hansjerg) Trautz (1642 - 1724), gelang es,  sich für 100 Ph. Taler (damals eine unerhört hohe Summe, wo nach dem Orleanschen Krieg die Einwohner beider Flecken zum größten Teil "gestorben und verdorben" oder zumindest gänzlich verarmt waren) in die Pforzheimer Flößerzunft einzukaufen, so dass er und seine Nachfahren Floßherren (=Unternehmer) sein konnten imGegensatz zu den anderen W. u. D. Bürgern, die nach dem Willen des Markgrafen Floß k n e c h t e  zu bleiben hatten. Neben seinem Amt als Schultheiß war er also auch "Schiffer" (=Floßherr).

Einer seiner Söhne, Hans Jakob Trautz (ebenfalls Schultheiß von W. u. D. und Schiffer) galt als besonders tüchtiger, unternehmender Floßherr: Viele Fahrten von der mittleren Nagold bis in den Rhein. Er wurde vom bad. Markgrafen auch zu Beratungen in Flößerei-Angelegenheiten hinzugezogen, fällt jedoch später in Ungnade aufgrund einer von der badisch-württembergischen Floßkonferenz 1731 "hart beklagten und verdammten" Tat (Blockade der Floßgasse mit Felsen und Stämmen), die er aber offensichtlich im Interesse seiner Gemeinde beging. Er verschwindet danach von der Bildfläche und taucht auch in keinem Sterberegister wieder auf. Vielleicht ist er damals außer Landes gegangen...

Die stärkste Persönlichkeit der Weißensteiner Trautz war jedoch Johann Christoph Trautz (1675 - 1760), "langgewesener und lobenswürdiger Schultheiß" und Schiffer, der - wie oben erwähnt - auch den Goldenen Anker erbaute, welcher sich dann für Generationen in Familienbesitz befand. Er hatte große Verdienste daran, dass Weißenstein u. Dillstein im Wettbewerb mit der Pforzheimer Flößerzunft durchaus konkurrenzfähig blieben. So war es seinem Ansehen und Verhandlungsgeschick zu verdanken, dass die Gemeinde das Flößereimonopol auf eigener Gemarkung (einziger Fall in Baden u. Württemberg) erhielt.   Rückgang und nahezu Niedergang der Flößerei in W. u. D. am Ende seiner Amtszeit sind nicht von ihm verschuldet, sondern auf das Versagen der Badischen Markgrafen in ihrer "Floßpolitik" gegenüber Württemberg zurückzuführen.                                                                                            Johann Christoph lebte über 63 Jahre mit seiner 1. Frau, hatte 9 Kinder, 35 Enkelkinder und 8 Urenkel erlebt .

Einer der Söhne war Johann Jakob Trautz (1700 - 1771), der natürlich auch Schiffer, zeitw. auch Schultheiß (evtl. Stellvertreter) war. Er hatte 14 Kinder, die mit Ausnahme des jüngsten (Johann Jakob Trautz) gleich nach der Geburt oder kurze Zeit später  s t e r b e n...

Ein weiterer Sohn von Christoph war Georg Heinrich Trautz (1712 - 1777, Schiffer und Anker-Wirt).

Dessen Sohn Johann Gottfried Trautz (1751 - 1806, Flößer, Schultheiß und Wirt), war eine bedeutende Persönlichkeit: Er hatte das Schultheißenamt während der napoleonischen Herrschaft, also der Zeit der Einquartierung, der Plünderung, der Schatzung. Die Gemeinde war damals überaus stark verschuldet infolge der Kriegslasten.

Trotzdem gelang Gottfried der Erwerb der Rothen Platte (heutige Rothplatte) für die stark unter Bodenmangel leidende Gemeinde gegen den Willen der Forstverwaltung und der Gemeinde Büchenbronn.                                                      Mit Johann Gottfried Trautz beginnt die Linie der Weißensteiner Trautz in             D i l l s t e i n !  Er betrieb dort den  Gasthof "Traube".

Sein Bruder, Georg Jakob Trautz (1755 - 1833) war Schiffer und Ankerwirt.

Johann Jakob Trautz (1743 - 1815, wie oben erwähnt einziger überlebender Sohn seines Vaters Johann Jakob Trautz) war Flößer und Zoller (=Einnehmer der Floßgelder).

Mit seinem Sohn, Christoph Trautz (1786 - 1857) taucht zum 1. Mal die Berufsbezeichnung "Bijoutier" auf. Auch dessen Sohn, Georg Heinrich Trautz (1820 - 1883) übte diesen Beruf aus.

Georg Heinrichs Sohn, Carl Adolf Trautz (1854 - 1936) nannte sich "Privatier und Bijoutier" und war Gasthofbesitzer zu Weißenstein (Goldener Anker).

Später übernimmt er mit seiner 2. Ehefrau, Emma Vollmar, den Schwarzwaldhof in Wildbad von seinen Schwiegereltern.

Seine Söhne hießen u. a. Alfons Edmund (dessen Tochter Marta im April 1945 im Forsthaus Rombach bei Enzklösterle zusammen mit der Förstersfamilie Schultheiß brutal ermordet wurde) und Heinrich Trautz (mein Großvater).

Genauere Informationen entnehmen Sie bitte direkt dem Familien-Stammbaum.

 

 

Fehlende Teile

Interessant sind insbesondere folgende Fragen bzw. Themen:

- Wer kennt Familienmitglieder, die irgendwann nach Amerika ausgewandert sind?

- Wer kann eine Verbindung zur ehemaligen Maschinenfabrik Trautz in Dillweißenstein herstellen?

- Wer kann fehlende Namen oder Daten (Geburtstag, -ort, Todestag, -ort etc.) ergänzen?

- Wer hat vielleicht weitere Informationen oder Theorien zum bis heute unaufgeklärten Tod von Marta Trautz im Forsthaus Rombach 1945? (Näheres dazu kann bei "Allmystery" nachgelesen werden).

- Wer hat eine genauere Vorstellung von den genealogischen Zusammenhängen der (mir teilweise bekannten) Trautz (oder auch Drautz, Trutz...) in der Zeit von 1499 bis Anfang 17. JH. oder auch früher, die  v o r  den Taufbüchern erwähnt werden:

1499   Hans Drutz, Heiligenpfleger (= Verwalter des Kirchengutes)

1501   Trutzehannes, wiese ob der hubschen mulin (Flurname Hübsche Mühle)

1503   Stoffel (Christoph) Trutz, wasser uff dem Creutzrain (= Fischwasser zwischen Dachsberg und Untere Reuth)

1503   Hans Trutz, Trutzrain (= Trautz`sche Wiese)

1503   Hans Trutz, Pfleger der Liebfrauenkapelle zu W. (= Weißenstein)

1504   Claus Trutz, Fischwasser Narrengartel (= Nardengarten) (=Dielenlände!)

1516   Jakob Trutz, wies am schönen wägli (waag = Wiese am Bach)

1516   Hans Trutz stiftet einen Jahrtag (jährl. gelesene Seelenmesse) mit 4 Priestern in der Pfarrkirche zu Büchenbronn (Protestantisch erst seit 1556).

1517   Trutzehannes als Pfleger der Liebfrauenkapelle zu W.

1519   Hans Drutz, der Jung, genannt der Lynsehannes zu W., zinst an die Brötzinger Pfarrkirche aus der Langwies neben der Langen Drücht (später Lange Truoch genannt, die Stelle an der Nagold, wo die Weißensteiner die Calwer Flöße zum Weitertransport übernahmen).

1523   Hans Drutz zu W. zinst an die Liebfrauenkapelle zu W. aus dem Fischwasser am Lantzenberg (= Berghang zwischen Büchenbronn und der Nagold; heute noch Flurname).

1542   Georg Trautz kauft Dillsteiner Acker von Laux Huothmacher, Dillstein, damals Schultheiß von Weißenstein und Dillstein (Also wechelten vor dem 30-jährigen Krieg die Schultheißen in beiden Orten, was dann erst wieder nach der Französischen Revolution der Fall war).

1546   Stoffel Trutz, wies in der beutt  (Grunbacher Haltstelle).

1549   Hans Trutz, Schultheiß zu Weißenstein

1571   Philipp Trautz, Fischwasser beim hubschen-mulin-steg (der Steg verband die Wege von Büchenbronn bzw. Huchenfeld).

1578   Claus Trautz, wiese im guoth (auch büttengut, bittergut, später Steinbarsgut, heute Steinbergsgut benannt), ferner im khaiseracker (?), Wasser am Konnstell (schlecht lesbar!).

1583   Im Weißensteiner Rathhaus (neu erbaut, vorher Bekanntgabe der Dorfangelegenheiten beim würth zu Wyssenstein) als   R i c h t e r (=Gemeinderäte) erstmalig vollständig aufgezählt! Unter ihnen:                               - Stoffel Trautz  -  Hans Trautz

1599   Hansjerg Trautz, Schultheiß von W. u. D.

1602/1610   Hans Drautz "bei der Kirche" (gemeint: wohnhaft)

1618   Caspar Trautz zu Dillstein

(die drei letzten schon in den ersten Taufbüchern, allerdings ohne jede nähere Angabe).

 
Lädt...
Lädt...